ASI-Oberseminar - Marvin Schoeller

Organisationsmodelle und softwaretechnische Konzepte zur Neugestaltung von Informationssystemen im Gesundheitswesen unter besonderer Berücksichtigung der Prinzipal-Agent-Theorie

Marvin Schoeller

Dienstag, 21. April 2009, 14 Uhr ct, D-220

Moderne IT-Systeme helfen Krankenhäusern dabei, die internen Arbeitsabläufe zu verbessern, die Behandlungsqualität zu steigern, und die Behandlungskosten zu reduzieren. Vor allem kleinere Kliniken sind jedoch mit der Einführung und Auswahl von Softwaresystemen überfordert. Diese Arbeit untersucht deswegen die Beziehung zwischen kleineren Krankenhäusern und ihren Softwarelieferanten. Theoretische Grundlage ist dabei die Prinzipal-Agent-Theorie. Der Markt für Krankenhausinformationssysteme in Deutschland wird skizziert und prägende Trends identifiziert. Als Fallbeispiele werden eine kleinere Fachklinik sowie zwei Hersteller von Krankenhausinformationssystemen (KIS) eingeführt. Es wird nachgewiesen, dass die von der Prinzipal-Agent-Theorie vorhergesagten Probleme die Beziehung zwischen Krankenhäusern und ihren Softwarelieferanten prägen.

Darauf aufbauend werden konkrete Handlungsvorschläge entwickelt, wie Krankenhäuser die Beziehungen zu ihren Softwarelieferanten für sich positiv beeinflussen können. Es werden Wege aufgezeigt, wie Krankenhäuser den Informationsvorsprung der Softwarehersteller reduzieren und die Auswahl eines neuen KIS-Anbieters erfolgreich durchführen können. Außerdem werden alternative Modelle zum klassischen KIS-Anbieter vorgestellt, wie beispielsweise open source software oder genossenschaftlich organisierte KIS-Anbieter. Alle Vorschläge werden anhand eines Fallbeispiels auf ihren Nutzen für kleinere Fachkliniken überprüft.