Umweltinformatik
Personen | B. Page, A. Rolf, R. Meyer, V. Wohlgemuth |
|
|
| |
|
|
Gegenstand | In diesem Schwerpunkt der Angewandten Informatik werden Informatiksysteme im Umweltbereich zusammen mit verschiedenen Kooperationspartnern (Umweltforschungsinstitute und Unternehmen) konzipiert und umgesetzt. Dazu gehören Softwarewerkzeuge für die Umweltmodellierung, die umweltbezogene Simulation von Verkehrs- und Logistiksystemen, die Entwicklung von Umwelt- und Stoffstrommanagementsystemen sowie betriebliche Umweltinformationssysteme (z.B. Ökobilanzierungs- und Öko-Controlling-Systeme für Betriebe). Darüber hinaus werden die Wechselwirkungen von Informationstechnik und Umwelt analysiert (Ökologische Technikfolgenabschätzung).
Sie verfolgt damit das Ziel, einen Beitrag zur Untersuchung, Behebung, Vermeidung oder Minimierung von Umweltbelastungen und Umweltschäden zu leisten. An der Universität Hamburg, Fachbereich Informatik, haben Sie die Möglichkeit, innerhalb der Diplom-studiengänge Informatik und Wirtschaftsinformatik verschiedene Lehrveranstaltungen zur Umweltinformatik auszuwählen.
In einer Informatiker-Umfrage des "Informatik Magazins" Mitte der 90er JAhre wurde der deutschen Umweltinformatik im internationalen Vergleich eine Spitzenstellung zugewiesen. Eines der Zentren der deutschen Umweltinformatik befindet sich am Hamburger Informatik-Fachbereich, von dem wesentliche Impulse für den Aufbau dieses jungen Informatikanwendungsgebietes ausgegangen sind; so der Aufbau des Fachausschusses 4.6 "Informatik für den Umweltschutz" in der Gesellschaft für Informatik (GI), die Durchführung verschiedenster Fachtagungen oder zahlreiche Publikationen (z.B. das Handbuch zur Umweltinformatik). Schließlich hat auch die Gesellschaft für Informatik die Bedeutung des Themas "Informatik und Umwelt" frühzeitig erkannt und es seinerzeit zu einem ihrer beiden Leitthemen ernannt. Neben der vorrangig ökologisch orientierten Umwelt-informatik (Umweltmonitoringsysteme, Umwelt-datenbanken für die verschiedenen Umweltmedien, Umweltinformationssysteme für staatliche Umwelt-behörden auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene, ökologische Anwendungen raumbezogener Informationssystem (GIS), Ökosystem-modellierung und deren Softwareunterstützung, Visualisierungsmethoden für komplexe Umweltdaten, wissensbasierte Methoden und Systeme für ökologische Fragestellungen etc.) hat sich in den letzten 10 Jahren eine stärkere Verlagerung der Schwerpunkte der Umweltinformatik in Richtung der informations-technischen Unterstützung des betrieblichen Umweltschutzes ergeben. Diese Ausweitung der Sichtweise der Umweltinformatik ist vor allem auch vor dem Hintergrund der seinerzeit aufgekommenen Diskussion zur Nachhaltigkeit zu sehen, die neben der rein ökologischen Sicht auch ökonomische und soziale Fragen mit einbezieht. Schließlich hat die Einführung des Studiengangs Wirtschaftsinformatik an der Universität Hamburg zu einer engeren Verzahnung der Umwelt- mit der Wirtschaftsinformatik geführt.
Überbetriebliche Umweltinfomatik
IT Unterstützung von Umweltmanagement
|
| |